Biomassepaket: EU-Notifizierung soll starten – jetzt kommt es auf die letzten Schritte an

Nach Informationen aus Branchenkreisen steht die beihilferechtliche Genehmigung des im Januar beschlossenen Biomassepakets kurz bevor. Die Einigung mit der EU-Kommission soll erzielt sein, sodass die Notifizierung nun erfolgen kann. Damit könnte die EEG-Novelle rechtzeitig zur Ausschreibungsrunde am 1. Oktober 2025 greifen.

Für die Bioenergiebranche wäre das ein entscheidender Durchbruch: Das Paket ermöglicht den Zubau von rund 3 Gigawatt regelbarer Leistung in Form „regenerativer Speicherkraftwerke“. Diese sollen künftig Versorgungslücken nach dem Kohleausstieg schließen und gleichzeitig Wärmenetze im ländlichen Raum mit Abwärme versorgen.

„Das wäre ein starkes Signal für alle, die in den letzten Jahren durchgehalten haben“, sagt Uwe Welteke-Fabricius, Sprecher des Netzwerks Flexperten. „Mit dem Paket werden Milliardeninvestitionen in Regenerative Speicherkraftwerke und Wärmenetze möglich – ein echter Schub für die kommunale Energiewende und das deutsche Energiesystem der Erneuerbaren.“

Das Biomassepaket wurde am 31. Januar 2025 mit breiter Mehrheit beschlossen, blieb aber in Brüssel hängen. Nach monatelanger Abstimmung zeichnet sich nun endlich eine Lösung ab. Branchenvertreter sehen darin einen Meilenstein für bezahlbaren Klimaschutz und Versorgungssicherheit für Deutschland.

Dank an alle Unterstützer:

„Dieser Erfolg ist das Ergebnis langer Arbeit vieler Akteure – von Biogasbetreibern über Fachverbände bis hin zu engagierten Politikerinnen und Politikern. Ohne diesen gemeinsamen Einsatz wäre das Paket nicht möglich gewesen. Jetzt kommt es darauf an, dass die letzten Schritte in Brüssel schnell abgeschlossen werden“, betont Elmar Thomassek, Sprecher der Kampagne Biogas ist Zukunft. Schon heute.

Was jetzt zählt:

Die Branche ist bereit: Damit die Potenziale voll genutzt werden können, braucht es nach der Notifizierung ein Bioenergie-Update, um offene Punkte wie Übergangsregelungen, Netzzugang und einen verlässlichen Ausbaupfad zu klären und so auch einen Investitionsschub im deutschen Mittelstand für mehr heimische Energiesicherheit auszulösen.

Kontakt:
Elmar Thomassek – kampagne@lasseszu.berlin
Uwe Welteke-Fabricius – uwf@flexperten.org

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